Einrichtung eines Visualisierungsrechners
Die Installation eines Visualisierungsrechners ist nur mit Administratorrechten möglich. Daher muß vorher der aktuelle Benutzer zum lokalen Administrator gemacht werden oder das Administratorpaßwort bekannt sein (Netzwerkverwaltung ORF!)
Das FKE Verzeichnis des Visualisierungsrechners muß für Vollzugriff des aktuellen Benutzers eingerichtet werden. Das kann u.U. ebenfalls nur von einem Administrator eingerichtet werden!
Bei der Installation eines Visualisierungsrechners muß darauf geachtet werden, daß alle notwendigen DLL's jeweils vom lokalen Laufwerk (normalerweise C:\FKE) geladen werden. Wenn diese DLL's teilweise vom C: Laufwerk und teilweise vom H: Laufwerk (Netzwerkrechner) geladen werden, dann kommt es zu einem Konflikt im Shared Memory, d.h. die einzelnen Programmodule können untereinander keine Daten austauschen.
Vor der Installation der FKE Programme muss das NET 2.0 Framework UND die C++ Redistributables installiert werden. Diese Installation ist über C:\FKE\Setupfrsmework2.0\Setup.exe erreichbar. Der vorgeschlagene Installationspfad c:\ soll beibehalten werden. Ab der Version 6.27 wird Visual Studio 2008 SP1 als Compiler verwendet. Die notwendigen Libraries werden automatisch bei der Installation von NEWORF32 mitinstalliert.
Das ORF-FKE Programm GWORF2.EXE muss am Visualisierungsrechner über eine Verknüpfung gestartet werden. Diese Verknüpfung muss lauten:
H:\Fke\startp32.exe c:\fke\gworf2.exe h:\fke
Als Ausführungsverzeichnis muß "Ausführen in C:\FKE" angegeben sein!
Dazu muß eine Laufwerksverbindung H: mit dem C: Laufwerk des Netzwerkrechners eingerichtet sein. (z.B. net use h: \\NRVBG\V).
Bei der Laptopversion kann mit „SUBST h: c:\“ eine lokale Verbindung zum H: Laufwerk eingerichtet werden.
Alternativ kann aber auch in C:\FKE_EIG\FKEEIGEN.INI die Laufwerksdefinition auf C:\FKE eingerichtet werden.
Die Kommandos in der Verknüpfung bedeuten, daß das Programm STARTP32.exe vom Netzwerkrechner aus gestartet wird (damit auch das richtige INI File dazu verwendet wird!), alle Dateien vom H:\FKE Laufwerk zu kopieren sind und anschließend das ORF-FKE Programm GWORF2.EXE lokal gestartet wird.
Bei der erstmaligen Installation des FKE Programmes am Visualisierungsrechner muß die Steuerelementebibliothek GWSTDOC2.OCX am Visualisierungsrechner registriert werden. Da dazu Administratorberechtigung notwendig ist, kann dies nicht automatisch erfolgen.
Die Registrierung erfolgt in einem Kommandofenster über:
REGSVR32 c:\FKE\GWSTDOC2.OCX
Damit ist sichergestellt, daß diese Bibliothek ebenfalls vom lokalen Laufwerk aus gestartet wird.
Bei einzelnen ORF Rechnern, die mit englischem XP installiert sind, ist aufgefallen, daß das Starten des FKE Programms trotzdem nicht richtig funktioniert, da trotz richtiger Einstellung Programmteile von H: geladen werden. In diesem Fall muß das Programm vollständig von H: geladen werden. Die Verknüpfung kann dann lauten:
H:\FKE\GWORF2.EXE, Ausführen in H:\FKE
Allerdings wird beim Start in diesem Fall eine Warnung ausgegeben.
Die Netzwerkadresse des Visualisierungsrechners (IP-Adresse) muß im Zentralen INI File (z.B. VBG.INI) eingetragen werden (siebe Beispiele am Netzwerkrechner). Dazu muß ein eindeutiger Name für den Visualisierungsrechner verwendet werden (V1-Vxx)
Ab Windows XP SP3 treten Probleme mit dem "Shared Memory" auf. Dabei wird die Meldung "MapViewOfFile Fehler" ausgegeben. Für den Datenaustausch zwischen den Modulen wird gemeinsamer Speicher verwendet, dessen Adresse automatisch vergeben wird. Dieser Adreßbereich kann aber vom Betriebssystem gleichzeitig verwendet werden. Der Suchalgorithmus wurde ab Version 6.27 geändert. Wenn trotzdem Fehler auftreten, kann mit einem Eintrag in GWSTDDLL.INI die Suche nach freiem Speicher angepaßt werden (bei allen Versionen, auch < 6.27). Dazu kann in GWSTDDLL.INI im Schlüssel [GWSTDDLL], der bereits vorhanden ist, ein Eintrag hinzugefügt werden.
START_SHARED_MEMORY=0x40000000
Dies ist die Standard Suchadresse ab 6.27, die allenfalls geändert werden kann. Bei den Versionen < 6.27 wurde als Startadresse 0x7f000000 verwendet.
Auch wenn alles richtig eingestellt ist, gibt es u.U. Probleme beim Aufruf der GWDEBUG Programmes aus dem Systemmenü. Beim Automatischen Start beim Hochlauf von GWORF wird das Debugprogramm richtig gestartet. Anschließend wird jedoch das "Aktuelle Verzeichnis" von GWORF auf H:\FKE (Das in FKEEIGEN.INI eingestellte FKE Verzeichnis) gesetzt. Beim späteren Start des Debugprogrammes wird dieses im "Aktuellen Verzeichnis" von GWORF gesucht. Das ist aber H:\FKE. Damit kommt es in diesem Fall wieder zum "Shared Memory" Konflikt. Dieses Fehlverhalten ist jedoch in den Versionen >= 6.08 geändert.
Von Windows verwendeter Suchpfad zum Auffinden einer DLL
Sowohl bei der impliziten als auch bei der expliziten Verknüpfung, sucht Windows zuerst nach "bekannten DLLs", z. B. Kernel32.dll und User32.dll. Danach werden die DLLs von Windows in der folgenden Reihenfolge gesucht:
- Das Verzeichnis, in dem sich das ausführbare Modul des aktuellen Prozesses befindet.
- Das aktuelle Verzeichnis.
- Das Systemverzeichnis von Windows. Der Pfad für dieses Verzeichnis wird durch die GetSystemDirectory-Funktion abgerufen.
- Das Windows-Verzeichnis. Der Pfad für dieses Verzeichnis wird durch die GetWindowsDirectory-Funktion abgerufen.
- Die in der PATH-Umgebungsvariablen aufgeführten Verzeichnisse.
Für die INFO Taste wird das Programm \FKE\INFO.EXE verwendet. Dies benötigt die RICHTX32.OCX Datei und die zugehörigen RICH*.DLL's. Unter Umständen sind diese Dateien am VR nicht vorhanden. In diesem Fall können die Dateien von einem anderen VR in das c:\Winnt\System32 Verzeichnis kopiert werden.
Anschließend muss die OCX Datei registriert werden:
regsvr32 c:\winnt\system32\richtx32.ocx (mit Administratorberechtigung!)